Schriftenreihe zur Justizforschung

Die Schriftenreihe zur Justizforschung soll während des Forschungsprojekts „Grundlagen guten Justizmanagements in der Schweiz“ und über das Projektende hinaus eine Bündelung von Beiträgen zum Thema Justizforschung ermöglichen. Die Schriftenreihe dient als Gefäss für juristische, wirtschaftswissenschaftliche, politikwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Dissertationen, Habilitationen oder ausgezeichnete Masterarbeiten zu Themen der Justizforschung, aber auch für Aufsatzsammlungen oder Tagungsbände mit wissenschaftlichen Beiträgen zum Thema.

Die Schriftenreihe zur Justizforschung richtet sich an Personen sowohl aus der Wissenschaft wie auch aus der Praxis und soll vor allem in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich, aber auch in anderen europäischen Ländern, verbreitet werden. Die Schriftenreihe ist dreisprachig. Als Sprache ist vorwiegend Deutsch vorgesehen, auch Publikationen in französischer und englischer Sprache sind aber willkommen.

Herausgeber

  • Prof. Dr. iur. Andreas Lienhard, Kompetenzzentrum für Public Management (KPM) und Institut für öffentliches Recht der Universität Bern;
  • Mag. rer. publ. Daniel Kettiger, Rechtsanwalt und Justizforscher, Bern;
  • Prof. dr. Philip Langbroek, Montaigne Centre, Utrecht University (Netherlands);
  • Prof. Dr. Yves Emery, Institut de hautes études en administration publique (IDHEAP), Chavannes-près-Renens;
  • Univ.-Prof. Dr. iur. Georg Lienbacher, Institut für Österreichisches und Europäisches öffentliches Recht, Wirtschaftsuniversität Wien, und Verfassungsrichter am Österreichischen Verfassungsgerichtshof.

Editorial Board

  • Giovanni Biaggini, Prof. Dr., Universität Zürich
  • Jacques Bühler, Dr., Schweizerisches Bundesgericht; Mitglied CEPEJ
  • Marco Fabri, Dr., Research Institute on Judicial Systems, National Research Council (IRSIG-CNR)
  • Regina Kiener, Prof. Dr., Universität Zürich
  • Arnold Marti, Prof. Dr., Obergericht des Kantons Schaffhausen
  • Hans-Jakob Mosimann, Dr., Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
  • Patrick Müller, Dr., Kantonsgericht des Kantons Luzern
  • Daniela Piana, Prof. Dr., Università di Bologna
  • Johannes Riedel, Oberlandesgericht Köln, Präsident a.D.
  • Georg Stawa, LStA Mag., Bundesministerium für Justiz
  • Mandy van der Velde, Prof. Dr., Utrecht University
  • Frans van Dijk, Dr., Netherlands Council for the Judiciary

Weitere Informationen

 

Band 15: Fachrichterbeteiligung im Lichte der Justiz- und Verfahrensgarantien (im Erscheinen)

Rüefli, Anna (2017). Fachrichterbeteiligung im Lichte der Justiz- und Verfahrensgarantien: Unter besonderer Berücksichtigung ausgewählter Gerichte des Bundes und der Kantone Aargau, Basel-Stadt, Bern, Luzern, St. Gallen, Waadt und Zürich. Schriftenreihe zur Justizforschung, Band 15, Bern: Stämpfli.


 

Band 14: Von der Macht der Zahlen

Aerschmann, Stephan (2017). Von der Macht der Zahlen: Justizielle Wissensproduktion und Gerichtsorganisation im Kanton Luzern (19. - 21. Jahrhunder). Schriftenreihe zur Justizforschung, Band 14, Bern: Stämpfli.

Die vorliegende Studie untersucht die von der luzernischen Justiz seit dem 19. Jahrhundert regelmässig verfassten Rechenschaftsberichte zuhanden des Parlaments. Im Zentrum steht die Frage, welche Art von Wissen in diesen Berichten produziert wurde und inwiefern dieses Wissen bestimmte Sichtweisen förderte, die sich ihrerseits wiederum auf die Justizverwaltung auswirkten und damit handlungs- und wirklichkeitsgenerierend waren.

Der Autor zeigt auf, dass der in Europa um die Wende vom 18. und 19. Jahrhundert einsetzende und bis heute anhaltende Siegeszug der Statistik in den staatlichen Bürokratien auch das luzernische Gerichtswesen erfasste. Dargestellt werden die Logik und die Grundkonzeption sowie die Entwicklung der in den Rechenschaftsberichten zu beobachtenden statistischen Wissensproduktion. Des Weiteren wird die Wirkmächtigkeit dieses Zahlendiskurses nachgezeichnet. So wird dargelegt, wie Statistiken seit dem 19. Jahrhundert als Führungs-, Vergleichs-, Mess-, Disziplinierungs- und Kontrollinstrument fungieren, und aufgezeigt, dass in jüngster Zeit quantitative Daten an Bedeutung gewonnen haben - obwohl die justiziellen Akteure seit Mitte des 20. Jahrhunderts den Aussagewert der Statistik zunehmend relativieren -, und nachgewiesen, wie realitätsprägend der Gebrauch von Zahlen war und ist.

 
 Band 13: Bearbeitung von Daten über Richterinnne und Richter

Bieri, Peter (2017). Bearbeitung von Daten über Richterinnen und Richter: Bedarf und Schranken. Schriftenreihe zur Justizforschung, Band 13, Bern: Stämpfli.

Die vorliegende Publikation erörtert, inwiefern Daten über Richterinnen und Richter - zum Beispiel die Anzahl der erledigten Fälle - erhoben und weitergehend genutzt werden dürfen. Sie befasst sich dabei in grundsätzlicher Weise mit aktuellen und praxisrelevanten Fragen der Justizforschung: Dienst- und Disziplinaraufsicht, Fallzuteilungen, Leistungsbeurteilungen oder Richterwahlen. Die Forschungsarbeit enthält nicht nur neue dogmatische Ansätze zur Grundrechtsträgerschaft von Richterinnen und Richtern, zum verfassungsrechtlichen Persönlichkeitsschutz und zum Grundsatz der richterlichen Unabhängigkeit, sondern ebenfalls die Ergebnisse einer erstmals in dieser Weise durchgeführten Befragung von Richerinnen und Richtern in der Schweiz.

 

 Band 12: Erscheint demnächst


 Band 11: Der Einfluss kantonaler Justizsysteme auf das Vertrauen der Bevölkerung in die Gerichte

Schwenkel, Christof (2016). Der Einfluss kantonaler Justizsysteme auf das Vertrauen der Bevölkerung in die Gerichte. Schriftenreihe zur Justizforschung, Band 11, Bern: Stämpfli.

Die Justiz ist in hohem Masse vom Vertrauen der Bevölkerung abhängig. Die vorliegende Publikation untersucht aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive, wie hoch dieses Vertrauen in die Gerichte der Schweizer Kantone ist und welches die Ursachen für Unterschiede im Vertrauen sind. Durch die grosse Heterogenität der Justizorganisation in den 26 Kantonen ist es möglich, insbesondere institutionellen Erklärungsfaktoren nachzugehen.

Mittels quantitativer Analysen kann der Autor aufzeigen, welche Faktoren einen signifikanten Einfluss auf das Vertrauen der Bevölkerung in die Gerichte haben. Aus den Resultaten werden Schlussfolgerungen für die Justizbehörden und die Politik abgeleitet. Dabei wird illustriert, wie das Vertrauen in die Gerichte gestärkt, respektive wie einem Vertrauensverlust entgegen gewirkt werden kann.

 

 Band 10: Working separately together

Taal, Sandra (2016). Working separately together: A quantitative study into the knowledge sharing behaviur of judges. Schriftenreihe zur Justizforschung, Band 10, Bern: Stämpfli.

Judges are knowledge workers 'par excellence'. Judges regularly need to sharpen and update their knowledge in order to respond to the complexity of daily work tasks. To ensure that judges are able to perform at their utmost level, it is important that they can make optimal use of the available knowledge in the organization. Whereas only part of the available knowledge in the organization is fomally captured (e.g. in commentaries), judges need each other - and other important knowledge holders in the court - to obtain access to non-codified and personally retained knowledge. Through collegial knowledge sharing, judges can discuss complex legal matters and reflect on practical difficulties in their work.
The focus of this book is on the knwoledge sharing behaviour of judges, which is studied empirically using survey data from 447 professional administrative law jduges employed in Switzerland, Germany and the Netherlands. The author reveals some interesting patterns concerning the factors influencing this type of prosocial workplace behaviour. Practical recommendations are formulated to inform court organizations about a number of steps that can be taken to foster collegial knowledge sharing in courts.


 Band 9: Erscheint demnächst

 

 Band 8: Rechtlicher Rahmen für die Geschäftslastbewirtschaftung in der schweizerischen Justiz

Müller, Andreas (2016). Rechtlicher Rahmen für die Geschäftslastbewirtschaftung in der schweizerischen Justiz: Stand - Vergleich - Folgerungen. Schriftenreihe zur Justizforschung, Band 8, Bern: Stämpfli.

Ein sachgerechter Umgang mit den Ressourcen und eine effiziente Bearbeitung der Arbeitslast sind zentrale Faktoren für ein effektives Justizmanagement und damit letztlich für eine gut funktionierende Justiz. Dennoch hat das Konzept der Geschäftslastbewirtschaftung erst vor enigen Jahren Einzug in die Justizverwaltung in der Schweiz gehalten, weswegen grundlegende theoretische Erkenntnisse fehlen und hinsichtlich damit verbundener Rechtsfragen Unsicherheiten bestehen.
Die vorliegende - im Rahmen des vom SNF untersützten Projekts "Grundlagen guten Justizmanagements in der Schweiz" verfasste - Studie nimmt sich der justiziellen Geschäftslastbewirtschaftung aus einer rechtswissenschaftlichen Perspektive an, definiert sie umfassend und stellt den Forschungsstand in der Schweiz sowie in Deutschland und in der USA dar. Gestützt darauf zieht sie alsdann rechtliche Folgerungen in Bezug auf die einzelnen Komponenten der Geschäftslastbewirtschaftung.
Die Arbeit erlaubt somit den mit der Geschäftslastbewirtschaftung in der Justiz beschäftigten Personen einen breiten Zugang zur Thematik und orientiert sie eingehend über die staats- und verwaltungsrechtlichen Chancen und Grenzen. Überdies bietet sie auch anderen an der Justiz Interessierten aufschlussreiche Erkenntnisse.

 

 Band 7: La justice entre le management et l'État de droit

Lienhard, Andreas/ Kettiger, Daniel (2016). La justice entre le management et l'État de droit: Résultats du projet de recherche "Fondements d'un bon management de la justice en Suisse". Schriftenreihe zur Justizforschung, Band 7, Bern: Stämpfli.

La présente publication rassemble les résultats consolidés du projet de recherche interdisciplinaire "Fondements d'un bon management de la justice en Suisse" soutenu par le Fonds national suisse de la recherche sientifique. Elle contient des contributions touchant des domaines clés de l'organisation de la justice. Sont thématisées d'une part des questions fondamentales de droit public et institutionnelles sur la surveillance et la protection de la personnalité. On y trouve d'autre part des einseignements sur l'environnement de la justice et les ressources avec un accent placé sur la gestion de la charge de travail. Elle aborde en outre la qualité au sein des tribunaux ainsi que la thématique de l'organisation et de l'image du juge ou encore de la culture judiciaire. Cette publication est accompagnée d'une évaluation incluant les besoins de recherche supplémentaires.

 

 Band 6: The Judiciary between Management and the Rule of Law

Lienhard, Andreas/ Kettiger, Daniel (2016). The Judiciary between Management and the Rule of Law: Results of the Research Project "Basic Research into Court Management in Switzerland". Schriftenreihe zur Justizforschung, Band 6, Bern: Stämpfli.

This publication presents the consolidated results of the interdisciplinary research project "Basic Research into Court Management in Switzerland", which was supported by the Swiss National Science Foundation. It contains contributions relating to key areas in the organisation of the judicial system. It considers fundamental questions of constitutional and political importance relating to supervision and the protection of personal privacy, and also includes research findings on the environment in which the judiciary operates and on its resources, with a focus on the caseload management. Furthermore, it tackles the issues of quality in the work of the courts, their organisation and the image of judges and court culture in general. The publication concludes with an appraisal of the results and by identifying the areas where further research may be required.

 

 Band 5: Justiz zwischen Management und Rechtsstaat

Lienhard, Andreas/ Kettiger, Daniel (2016). Justiz zwischen Managementen und Rechtsstaat: Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt "Grundlagen guten Justizmanagements in der Schweiz". Schriftenreihe zur Justizforschung, Band 5, Bern: Stämpfli.

Die vorliegende Publikation umfasst die konsolidierten Ergebnisse des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten interdisziplinären Forschungsprojekts "Grundlagen guten Justizmangements in der Schweiz". Sie beinhaltet Beiträge, welche zentrale Bereiche der Justizorganisation betreffen: Einerseits werden staatsrechtliche und staatspolitische Grundfragen zur Aufsicht und zum Persönlichkeitsschutz thematisiert. Andererseits finden sich Erkenntnisse zum Umfeld der Justiz und zu den Ressourcen mit Fokus auf die Geschäftslastbewirtschaftung. Sie setzt sich ausserdem mti der Qualität an Gerichten sowie mit der Thematik der Organisation und des Richterbilds beziehungsweise der Gerichtskultur auseinander. Eine Würdigung mit weiterem Forschungsbedarf umrahmt die Publikation.

 

 

 

 Band 4: Four Criminal Procedure Case Studies in Comparative Perspective

Marco, Fabri (2016). Four Criminal Procedure Case Studies in Comparative Perspective: China - Italy - Russia - U.S.A. Schriftenreihe zur Justizforschung, Band 4, Bern: Stämpfli.

The essays collected in this volume are the result of cooperation between the Justice Partnership Programme in Hanoi and the Supreme Peoples Procuracy of Vietnam. The programme is co-funded by the European Union, Denmark and Sweden. Knowledge of the criminal procedures of other countries has been of particular importance to the drafters of the Criminal Procedure Code of Vietnam as they approximate the law to international standards.

The essays contain detailed and systematic analyses of the criminal procedures in Italy, China, Russia and the United States of America. The common structure of the analyses and the meta-analyses of the editor of the book make a comparative study out of it. The study on the criminal procedure in China is one of the few on this subject ever published in English.



 Band 3: Institutional Aspects of Alternative Dispute Resolution (ADR): Erscheint demnächst


 Band 2: Peut-on manager la justice? Kann man die Justiz managen? Can we manage the judiciary?

 


Emery, Yves/ De Santis, Lorenzo G./ Hertig, Vera (2015). Peut-on manager la justice? Kann man die Justiz managen? Can we manage the judiciary? Schriftenreihe zur Justizforschung, Band 2, Bern: Stämpfli.

L'incursion du management au sein de la Justice est relativement nouvelle, et ses chances de succès ne sont pas garanties car la culture du pouvoir jucidiaire n’est pas naturellement compatible avec les valeurs mises en avant par le management. A travers trois études complémentaires, cet ouvrage analyse cette réceptivité culturelle de la justice suisse aux idées et méthodes de management.

Nicht vor all zu langer Zeit hat das Management Einzug in die Justiz gehalten. Die Kultur der Judikative ist allerdings nicht automatisch mit den Hauptwerten des Managements deckungsgleich und so ist der Erfolg dieser Neuerung auch noch ungewiss. Drei Studien, welche in diesem Werk vorgestellt werden, analysieren die Anpassungsfähigkeit der schweizerischen Justiz an die Ideen und Methoden des Managements.

The introduction of management in the judiciary is relatively new, and its chances of success are not guaranteed as the culture of the judicial institution is not naturally compatible with the values put forward by management. Through three additional studies, this work analyzes this cultural receptivity of the Swiss judiciary to management ideas and methods.

 

 Band 1: Stand des Justizmanagements in der Schweiz

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Lienhard, Andreas/ Kettiger, Daniel/ Winkler, Daniela (2013): Stand des Justizmanagements in der Schweiz, Schriftenreihe zur Justizforschung, Band 1, Bern: Stämpfli Verlag AG.

Zum Auftakt des Forschungsprojekts «Grundlagen guten Justizmanagements in der Schweiz» im Mai 2012 führte das Kompetenzzentrum für Public Management (KPM) der Universität Bern als Leading House des Projekts eine Befragung bei den oberen kantonalen Gerichten in der Straf-, Zivil- und Verwaltungsgerichtsbarkeit sowie bei den eidgenössischen Gerichten zum Stand des Justizmanagements durch. Im ersten Band der Schriftenreihe zur Justizforschung werden die Grundlagen und die Ergebnisse der Befragung dargelegt und kommentiert.

Flyer zu Band 1